32 Jahre Tanzkreis Freising

Von den Anfängen bis heute

Die Vorgeschichte
1978-1988

Anlässlich der Einweihung der Mehrzweckhalle in Pulling hatte Jochen Sewald, der Sohn des damaligen Bürgermeisters Bernhard Sewald, ein Tanzfest mit Auftanz und Münchner Française organisiert. Dieses kam so gut an, dass einige der Teilnehmer anregten, einen offenen Volkstanzkreis mit Übungsabenden an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat zu gründen. Der „Geburtstag“ des „Tanzkreis Pulling“ war Zeitungsberichten zu Folge der erste Samstag im Mai 1978. Der erste Übungsabend mit 49 Teilnehmer fand am Mittwoch, den 31. Mai 1978 in der Mehrzweckhalle in Pulling statt. Organisator und Tanzleiter war Jochen Sewald. An Übungstänzen gab es Polka, Landler, Hiatamadl, Woaf, Boarischer, Sternpolka und der Zwiefache „Die Alte Kath“. Im Laufe der Jahre wurden große Volkstanzfeste mit bis zu 500 Teilnehmern in den üppig geschmückten Mehrzweckhallen in Pulling und Freising gefeiert, mehrere Tanzreisen unternommen und 1982 Wolfgang A. Mayer, vom Institut für Volkskunde in München, als Referent gewonnen, einmal im Jahr Volkstänze zu zeigen, die er selbst im Bayerischen Wald und den an- grenzenden Gebieten zusammengetragen hatte.
Im Jahre 1987 verlagerte Jochen Sewald die Übungsabende von der Mehrzweckhalle in Pulling in den Saal des Gasthofes „Grüner Hof“ in Freising, Lerchenfeld. Viele der damaligen Pullinger Volkstänzer standen diesem Wechsel jedoch skeptisch gegenüber, und der Übungskreis in Freising erreichte nicht mehr die gewohnte Teilnehmerzahl. Zudem erlitt Jochen Sewald einen Bandscheibenvorfall, so dass er aus gesundheitlichen Gründen am 27. Juli 1988, dem letzten Übungs-Mittwoch vor der Sommerpause sein „Ehrenamt“ aufgab. Damit hörte der Tanzkreis Pulling nach 10 Jahren auf zu existieren.

Die eifrigen Volkstänzer aus Pulling

ganz links im Vordergrund sitzend Walter Bucksch

Die ersten Jahre

 

Der „harte Kern“ dieses Kreises wollte sich nicht damit abfinden, dass nun mit Volkstanz-Übungsabenden Schluss sein sollte und beschloss einen Neuanfang. Am 18. September 1988 fand die konstituierende Versammlung dieses neuen Tanzkreises in der Waldstraße in Freising statt. Weil Name und Logo des alten Tanzkreises nicht übernommen werden sollten, wurde „Volkstanzkreis Freising“ als Name der neuen Vereinigung gewählt und ein neues Logo in Auftrag gegeben. Beide Entscheidungen sollten den Bezug zu Freising unterstreichen. Als Gesellschaftsform wurde die bisherige lose Vereinigung von Tänzerinnen und Tänzern, die das Tanzen als Liebhaberei betreiben, beibehalten. Die dadurch bedingte finanzielle Auswirkung fehlender fester Einnahmen wird bis heute durch das persönliche Engagement der Mitglieder ausgeglichen.
Die Organisation des Tanzkreises nahm Walter Bucksch in die Hände, Peter Wolniak erklärte sich bereit, für Musik und Tanzleitung zu sorgen. Die Suche nach einem neuen Übungslokal gestaltete sich schwierig, sei es dass die Angesprochenen zu hohe finanzielle Erwartungen hatten, sei es dass keine festen Übungstermine zugesichert werden konnten. Am 24. September 1988 wurden wir mit dem Ehepaar Gißibl, welches das Lokal „Kocherwirt“ in Marzling führte, handelseinig. Wir konnten zu den bisher gewohnten Zeiten, jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, im Saal dieser Wirtschaft unseren Übungsabend abhalten und durften damit am Mittwoch, den 28. Sept. 1988 beginnen.
Am 30. Sept. 1989 war im gleichen Saal der erste öffentliche Tanz des „Volkstanzkreis Freising“.

1994 konnte der 100. Übungsabend gefeiert werden und 1998 gab es als Tanzzeichen Miniatur-Bierkrügerl mit dem Logo.

Ab den 90er Jahren wurden die Tänzerinnen und Tänzer auch immer wieder zum Vortanzen in das Seniorenheim der Heilig-Geist-Stiftung eingeladen, eine Tradition, die wir auch heute noch gerne beibehalten.

Ende November des Jahres 2000 kamen wir zum letzten Übungsabend im Saale „Kocherwirt“ zusammen. Nach einer Vorlaufzeit von einigen Monaten hat uns der neue Pächter wegen zu geringen Umsatzes hinauskomplimentiert.

 

Die „Mitbegründer“

von links nach rechts:
Christel Bucksch, Rita und Ferdinand Kletzenbauer (die beiden sind dem Tanzkreis bis heute treu geblieben)

Umzug nach Freising

Nach einigem Suchen und einer kurzen Übergangszeit fanden wir Anfang des Jahres 2001 im Paul-Gerhard-Haus der ev. Kirchengemeinde Freising ein neues Heim für die Übungsabende des „Volkstanzkreis Freising“. Im Zuge dieser Ortsveränderung haben wir den Übungsabend von mittwochs auf dienstags verlegt, weil der Mittwoch nicht zur Verfügung stand. Unsere öffentlichen Volkstanzfeste verlegten wir in den „Grünen Hof“ in Freising.


Seit dem 1. März 2001 präsentierte sich der Volkstanzkreis auch im Internet. Hier kann man unter anderem Termine, Bilder, Kommentare und Tanzbeschreibungen von mehr als 300 Volkstänzen nachlesen.

Im Juni 2009 wurde auf Wunsch einiger Tänzer*innen ein Arbeitskreis gegründet, in dem schwierige, ausgefallene und ungewöhnliche Volkstänze geübt und gelernt wurden, für die an normalen Übungsabenden nicht genügend Zeit ist. Dieser besondere Landler-Arbeitskreis bestand bis 2015, am 17. November legte Walter Bucksch aus gesundheitlichen Gründen die Tanzleitung nieder.

Bereits 2001 gestaltete Walter Bucksch unsere Webseite und füllte sie im Lauf der Jahre mit über 300 Tanzbeschreibungen!

Der letzte Übungsabend im Paul-Gerhard-Haus am ??
Walter und seine Frau Christl tanzen den letzten Tango Landler.

Neuanfang im Raum der Begegnung

Auch aus dem Paul-Gerhard-Haus mussten wir wieder ausziehen. Seit dem 1. Februar 2013 fanden die Übungsabende und die Arbeitskreistreffen im Haus der Vereine in Freising, Major Braun Weg 12 statt. Hier haben wir im Raum der Begegnung unser neues Übungslokal gefunden.
Mit Wirkung vom 1. Juli 2013, anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Tanzkreises übernahm Maria Karwinsky die Organisation. Walter Bucksch betreute weiterhin den Arbeitskreis und die Internetseite.
Am 23. September 2014 feierten wir mit Tanz und einem Büfett den 500. Übungsabend. Dazu hatten wir auch einige „Ehemalige“ in unser neues Tanzlokal im Haus der Vereine eingeladen. An diesem Tag übergab Peter Wolniak die Tanzleitung an Maria Karwinsky.

Walter Bucksch

30 Jahre und kein bisschen müde …

2018 durfte der Tanzkreis Freising sein 30-jähriges Jubiläum feiern. Neben dem gutbesuchten öffentlichen Volkstanz im Europäischen Kulturinstitut „Schafhof“ gab es einen besonderen Übungsabend am 28. September 2018 (dem 30. Jahrestag) mit geladenen Gästen im Hofbrauhauskeller Freising, zu dem Willi Stappert und die Aubinger Spuileit aufspielten.
Am 26. Juli 2019 trafen sich mehr als 80 unentwegte Tänzerinnen und Tänzer zum jährlichen Volkstanz im Schafhof in Freising. Trotz 38° Hitze wurde eifrig zu den bekannten Melodien österreichischer und bairischer Landler getanzt, die gekonnt von den Aubinger Spuileit unter der Leitung von Willi Stappert gespielt wurden.
In den letzten Jahren konnten wir Tänzer*innen gewinnen, die unsere Leidenschaft für Landler und Figurentänze teilen und eifrig an den Übungsabenden mitmachen.
Die Anfänger-Übungsabende bringen hoffentlich auch wieder neue Interessenten für den Volkstanz.
Nach fast 20 Jahren wird es auch Zeit, unsere Website rundum zu erneuern und modern zu gestalten.
Walter Bucksch gebührt jedenfalls ein großer Dank, dass er über so viele Jahre die Website gepflegt hat. Seine Tanzbeschreibungen sind inzwischen in der ganzen Welt bekannt und beliebt. Sie werden sicher auch im neuen Internetauftritt ihren Platz finden!
Wir freuen uns mit euch auf ein spannendes und tanzfreudiges neues Jahrzehnt!

Maria Karwinsky

Aktivitäten im Tanzkreis Freising

Das erklärte Ziel des Tanzkreises ist es, den Bairischen und Alpenländischen Volkstanz in Freising und Umgebung zu pflegen und zu verbreiten.

Dazu gehören neben den jährlichen Volkstanzfesten auch öffentliche Auftritte z.B. bei den Freisinger Kulturtagen, beim Herbstfest der Senioren, beim Trachtenmarkt oder auch unter freiem Himmel.

Seit dem Jahre 1994 haben wir einmal pro Jahr einen Auftritt im Hl. Geist Spital und seit einiger Zeit auch im Rotkreuzheim.

Weiterhin führte Walter Bucksch über die Volkshochschule und unter der Schirmherrschaft der ev. Kirche in Freising neben den normalen Übungsabenden ca. 15 Volkstanzkurse in verschiedenen Schwierigkeitsgraden durch, wodurch viele Menschen den Volkstanz kennen lernten und einige auch dabeiblieben.

Diese Tradition wollen wir weiter fortgesetzen, seit Beginn 2019 finden die Übungsabende für Anfänger und Wiedereinsteiger vor dem normalen Übungsabend von 18.30 bis 20.00 Uhr statt.